
Betroffenheit und Wut steckten noch in den Knochen der Mitarbeiter und Klienten, als in den Kieler Nachrichten ein Artikel über die Zerstörung des vereinseigenen Segelschiffes ODIN erschien. Und was dann passierte, war ein kleines Wunder. Schon drei Stunden später klingelte das Telefon in der Odysseezentrale am Sophienblatt zum ersten Mal, und es sollte noch öfter klingeln im Laufe der nächsten Tage. Fundraiserin Frauke Makus zeigte sich begeistert:
„Noch nie haben wir so eine positive Resonanz auf einen Artikel bekommen.“ Und das erstaunliche Ergebnis der Spendenaktion: Das Boot kann komplett wiederhergestellt werden! Besonderer Dank gilt dem Deutschen Frauenring Kiel, der 500 € spendete, und der Segelmacherei Schultz, die sich bereit erklärte, ein halbes Segel komplett zu übernehmen. Zusätzlich gingen zahlreiche Einzelspenden in einer Gesamthöhe von 450 € ein. Bootsbauer Jochen Schreiber vom METHA drückt aus, was alle denken: „Damit hätten wir niemals gerechnet! Ein gutes Gefühl!“ Vielen Dank!
Bericht vom 06.10.2011 Kieler Nachrichten:
Segelspende für zerstörtes Boot
Der Schock beim Verein ODYSSEE saß tief. Unbekannte hatten das Segelboot "Odin", das ehemalige Drogenabhängige restauriert haben, zerstört (wir berichteten). Umso größer ist jetzt die Freude bei dem Förderverein für Sozialarbeit mit Drogenabhängigen und -gefährdeten über die anschließenden Hilfen.
So hat die
Segelmacherei Schultz spontan ein neues Großsegel zum halben Preis angefertigt, was einer Spende über 335 € entspricht. Weiter hat der Deutsche Frauenring, Sektion Kiel, 500 € gespendet. Und es gingen mehrere Einzelspenden über insgesamt
mittlerweile 460 Euro ein. Dank des neuen Großsegels kann die "Odin" bereits wieder gesegelt werden. Die Geldspenden ermöglichen die Reperatur der meisten Schäden im Winter.